Wärmepumpenförderung 2024: Wie Sie die besten Zuschüsse erhalten.

27. Mai 2024

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Seit dem 01.01.2024 gibt es eine neue staatliche Förderung für Wärmepumpen in Bestandsgebäuden, die mindestens fünf Jahre alt sind. Auch für Neubauten gibt es Förderprogramme in Form von zinsgünstigen Krediten, jedoch keine Zuschüsse für Einzelmaßnahmen wie bei Bestandsgebäuden. Die Wärmepumpenförderung für Bestandsgebäude wird über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) abgewickelt. Erfahren Sie hier, was sich geändert hat, wie sich die Förderung zusammensetzt und wie Sie von der neuen Förderung profitieren können.

Die Zusammensetzung der neuen Wärmepumpenförderung

Wärmepumpenförderung 2024

Die neue Wärmepumpenförderung besteht aus mehreren Komponenten und ist vollständig nur für selbstnutzende Eigentümer verfügbar. Zu den Komponenten gehören:

  • Grundförderung: 30%
  • Klima-Geschwindigkeits-Bonus: 20%
  • Einkommensabhängiger Bonus: 30%
  • Effizienzbonus: 5%

Auch wenn die Summe der Einzelförderungen 85 Prozent ergibt, ist die maximale Förderung auf 70% begrenzt. Die förderfähigen Investitionskosten sind auf maximal 30.000 Euro festgelegt, so dass Sie eine maximale Fördersumme von 21.000 Euro erhalten können.

Grundförderung: 30%

Die Grundförderung erhalten Sie, wenn Sie die Fördervoraussetzungen erfüllen und eine Wärmepumpe in Ihrem Bestandsgebäude von einem Fachbetrieb installieren lassen. Die ersetzte Heizungsanlage kann hierbei funktionstüchtig oder defekt sein.

Klima-Geschwindigkeits-Bonus: 20%

Um den Klimageschwindigkeitsbonus in Anspruch nehmen zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen hinsichtlich des bisherigen Heizsystems erfüllt sein. Grundsätzlich steht der Klimageschwindigkeitsbonus bis zum 31.12.2028 zur Verfügung. Danach wird der Bonus zum 01.01.2029 auf 17 Prozent abgesenkt und sinkt alle zwei Jahre um drei Prozent. Im Jahr 2037 wird der Bonus ganz abgeschafft. Diesen Bonus können Sie erhalten, wenn Ihre alte Heizungsanlage noch funktionsfähig ist und es sich um eine der folgenden alten Heizungsanlagen handelt: Kohle-, Nachtspeicher-, Öl-, Gasetagenheizung (ohne Altersbeschränkung) oder eine mindestens 20 Jahre alte Gaszentralheizung. Wird diese alte Heizung durch eine neue Wärmepumpe ersetzt, können Sie den Bonus in Anspruch nehmen. Es lohnt sich also in vielen Fällen, die alte Heizung auszutauschen, auch wenn sie noch funktionstüchtig ist. Der Klima-Geschwindigkeits-Bonus ist auf selbstnutzende Eigentümer beschränkt.

Einkommensabhängiger Bonus: 30%

Verfügen die Eigentümer über ein Haushaltseinkommen von insgesamt weniger als 40.000 Euro pro Jahr, kann zusätzlich ein einkommensabhängiger Bonus von 30 Prozent gewährt werden. Der Einkommensnachweis wird anhand des Steuerbescheides des Finanzamtes überprüft.

Effizienzbonus: 5%

Den Effizienzbonus erhalten Sie, wenn Sie eine Wärmepumpe mit einem natürlichen Kältemittel (z.B. Propan) in Betrieb nehmen oder sich für eine Wärmepumpe mit einer besonders effizienten Wärmequelle entschieden haben. Alle von focusEnergie angebotenen Wärmepumpen arbeiten mit einem natürlichen Kältemittel, daher erhalten Sie den Effizienzbonus mit einer focusHome-Wärmepumpe. Zu den besonders effizienten Wärmepumpen zählen auch Sole-Wasser-Wärmepumpen, die ihre Energie größtenteils aus dem Erdreich beziehen, und Wasser-Wasser-Wärmepumpen, die die Energie des Grundwassers nutzen.

Gründe für die Förderung

Die staatliche Förderung soll klimafreundliches Heizen in Deutschland vorantreiben. Wärmepumpen benötigen keine fossilen Brennstoffe, sind aber in der Anschaffung teurer als andere Heizsysteme. Zuschüsse und zinsgünstige Kredite senken die Kosten und bieten einen Anreiz, auf eine umweltfreundliche Heizung umzusteigen. Durch die staatliche Förderung sind die Anschaffungskosten für eine Wärmepumpe in der Regel niedriger oder gleich hoch wie für eine Gasheizung.

Neben den Anschaffungskosten bieten Wärmepumpen auch im Betrieb Vorteile. Die Betriebskosten sind im Vergleich zu anderen Heizsystemen günstiger. Insbesondere die intelligente Kombination einer Photovoltaikanlage mit einer Wärmepumpe kann die Betriebskosten deutlich senken, da ein Großteil des benötigten Stroms kostengünstig selbst erzeugt wird.

Weitere wichtige Details zur Förderung

Selbstnutzende Eigentümer

Selbstnutzende Eigentümer profitieren von der vollen Förderung. Sie können die Grundförderung, den Klima-Geschwindigkeits-Bonus, den einkommensabhängigen Bonus und den Effizienzbonus erhalten.

 

Eigentümer, die nicht selbst nutzen

Eigentümer, die ihre Immobilien nicht selbst nutzen, können nur von der Basisförderung (30%) und dem Bonus für natürliche Kältemittel oder den Einsatz einer Erd- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe (5%) profitieren.

Förderfähige Kosten

Zu den förderfähigen Kosten gehören nicht nur die Wärmepumpe selbst, sondern auch die Installation, Inbetriebnahme, Fachplanung und Umfeldmaßnahmen wie der Austausch von Heizkörpern oder die Entsorgung des alten Heizsystems. Bei mehreren Wohneinheiten betragen die maximal förderfähigen Kosten für die erste Wohneinheit 30.000 Euro, für die zweite bis sechste Wohneinheit maximal 15.000 Euro pro Wohneinheit und für alle weiteren Wohneinheiten maximal 8.000 Euro pro Wohneinheit.

Förderung weiterer Heizungsarten

Neben der Wärmepumpe werden auch andere Heizungsarten wie Solarthermieanlagen, Wasserstoffheizungen, Brennstoffzellenheizungen, Fernwärme und Hybridheizungen gefördert. Bei Hybridheizungen wird die Wärmepumpe in Kombination mit einer Gas- oder Ölheizung gefördert. Förderfähig ist jedoch nur der Kostenanteil der Heizung, die erneuerbare Energien nutzt. Weitere Informationen zu anderen Heizungsarten finden Sie auf der Internetseite der KfW.

Wie funktioniert die Antragstellung?

1. Fachbetrieb beauftragen

Ob eine Wärmepumpe in Ihre Immobilie passt und effizient arbeiten kann, können Sie durch unsere Experten von focusEnergie prüfen lassen. Als Ihr Partner können wir für Sie eine Bestätigung zum Antrag (BzA) einreichen und bestätigen, dass die technischen Anforderungen erfüllt sind.

2. Abschluss des Lieferungs- oder Leistungsvertrags

Zur Antragstellung der Wärmepumpenförderung muss ein Lieferungs- oder Leistungsvertrag unterzeichnet werden.

Aktuelle Ausnahmeregelung: Bis zum 31.08. ist es möglich, bereits vor Antragstellung Verträge mit Dienstleistern abzuschließen und Maßnahmen durchzuführen. Der Förderantrag muss bis spätestens 31.11.2024 nachgereicht werden. Aufträge können daher derzeit sofort vergeben und umgesetzt werden.

Ab dem 01.09. gilt weiterhin, dass der Dienstleister zuerst beauftragt wird, jedoch muss im Vertrag eine Auflösungs- bzw. Aufschiebungsbedingung enthalten sein. Dadurch wird festgelegt, dass der Vertrag wirksam ist, wenn die Förderung von der KfW bestätigt wird. Wichtig: Die Auflösungs- bzw. Aufschiebungsbedingung kann nicht nachträglich in den Vertrag aufgenommen werden.

3. Zuschuss zur Wärmepumpe beantragen und die Förderung erhalten

Um den Antrag stellen zu können, müssen Sie sich ein Konto im Kundenportal „Meine KfW“ erstellen (Meine KfW Portal | Einstiegsseite | KfW). Danach können Sie den Antrag online im Kundenportal „Meine KfW“ stellen.

Innerhalb von 36 Monaten nach Abschluss des Projekts müssen Sie alle relevanten Dokumente hochladen und erhalten von Ihrem Fachbetrieb focusEnergie eine „Bestätigung nach Durchführung“ (BnD), die ebenfalls hochgeladen werden muss. Sind alle Fördervoraussetzungen erfüllt, wird der Zuschuss auf Ihr Konto überwiesen.

Förderungsbeispiele

Beispiel 1: Austausch einer funktionsfähigen alten Ölheizung

  • Neue Heizung: Luft-Wasser-Wärmepumpe mit natürlichem Kältemittel
  • Eigentümer: 1 Wohneinheit, Selbstnutzend, Haushaltseinkommen 90.000 Euro

Förderung: 55% (5% Effizienzbonus + 20% Klima-Geschwindigkeits-Bonus + 30% Grundförderung) der förderfähigen Summe (maximal 30.000)

Beispiel 2: Austausch einer alten Gaszentralheizung (25 Jahre)

  • Neue Heizung: Sole-Wasser-Wärmepumpe
  • Eigentümer: 1 Wohneinheit, Selbstnutzend, Haushaltseinkommen 39.000 Euro

Förderung: 70% (maximaler Fördersatz) der förderfähigen Summe (maximal 30.000)

Beispiel 3: Austausch einer kaputten alten Kohleheizung

  • Neue Heizung: Luft-Wasser-Wärmepumpe
  • Eigentümer: 1 Wohneinheit, Selbstnutzend, Haushaltseinkommen 75.000 Euro

Förderung: 35% (5% Effizienzbonus + 30% Grundförderung) der förderfähigen Summe (maximal 30.000)

Beispiel 4: Austausch einer funktionsfähigen alten Kohleheizung

  • Neue Heizung: Luft-Wasser-Wärmepumpe
  • Eigentümer: 2 Wohneinheiten, Nicht-selbstnutzend, Haushaltseinkommen 65.000 Euro

Förderung: 35% (5% Effizienzbonus + 30% Grundförderung) der förderfähigen Summe  (maximal 45.000)

Finanzierung der neuen Wärmepumpe

Über den KfW-Ergänzungskredit haben Sie die Möglichkeit, Ihre Wärmepumpe zu finanzieren. Den Kreditantrag können Sie, nachdem Sie eine Zusage für die Förderung der Wärmepumpe erhalten haben, bei einer Bank Ihrer Wahl stellen. Der Kredit umfasst bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit und deckt bis zu 100% der förderfähigen Kosten inklusive Nebenkosten. Es handelt sich hierbei um einen besonders zinsgünstigen Kredit, der über die KfW bezogen werden kann.

Wichtige Hinweise

Achten Sie auf eine exakte Planung und Installation der Wärmepumpe durch einen Meisterbetrieb. Fehler oder eine falsche Dimensionierung können teuer werden und zu hohen Folgekosten bei der Stromrechnung führen. Die Heizungsexperten von focusEnergie stellen sicher, dass alle Schritte korrekt ausgeführt werden und Ihre Wärmepumpe optimal auf die spezifischen Anforderungen Ihres Gebäudes abgestimmt ist. Lassen Sie sich daher umfassend beraten und entscheiden Sie sich für eine Wärmepumpe, die optimal zu Ihren Bedürfnissen und den Gegebenheiten Ihres Gebäudes passt und effizient heizt und kühlt.

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Weitere Informationen

Der Artikel dient als Hilfestellung. Vollständige Informationen zur Wärmepumpenförderung finden Sie unter folgenden Links:

 

Mit dieser Übersicht sind Sie bestens informiert über die Möglichkeiten der Wärmepumpenförderung 2024. Nutzen Sie die Chance und profitieren Sie von den staatlichen Zuschüssen für eine klimafreundliche und effiziente Heizlösung!

Gepostet von: Andreas Schmidt

Leiter Marketing & Kommunikation

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